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> Digital Media Insights 12.02.2010

Be my Valentine…oder Liebe 2.0

Am Sonntag ist es wieder soweit: Das Fest der Floristen, auch genannt Valentinstag, ruft bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger Gefühle hervor. Ist der Tisch beim Lieblings-Italiener schon bestellt und die Öffnungszeiten des Blumenhändlers um die Ecke nochmals gecheckt? Nein? Dann läuft man dieser Tage Gefahr, als unromantisch zu gelten – oder man ist Single. Trifft letzteres zu, dann gibt es eine Lösung: das Social Web. Denn Dating in Zeiten von Facebook & Co läuft nach anderen Spielregeln. Aber Vorsicht: Mit dem Beziehungsstatus sollte man nicht allzu unbekümmert umgehen.

Schon längst haben die meisten die Hoffnung aufgegeben, beim Weggehen den Mann oder die Frau fürs Leben kennen zu lernen. Die guten alten WG-Parties, wo man mit dem attraktiven Gegenüber leicht ins Gespräch kommt, nehmen mit zunehmendem Alter oder dem Auszug ihrer Bewohner ab. Und überhaupt – am Wochenende ist man oft viel zu müde, um sich in das Party-Outfit zu schmeißen und  in Szenebars zu gehen. Doch was machen, wenn man Single ist und andere Singles kennen lernen will? Man(n) oder Frau sucht online. Ein Trend, der sich nicht zuletzt in den rasanten Zuwachszahlen der zahlreichen Dating-Portale im Internet abzeichnet. Doch nicht nur bei match.com, Parship, friendscout24 oder wie sie alle heißen werden neue Kontakte geknüpft. Immer häufiger sind Social oder auch Business Communities der Start in eine neue Beziehung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine monatlichen Pauschalen, kein langwieriger Anmeldeprozess und die Kontaktaufnahme geht auf einen Klick.

Wer hat auf mein Profil geklickt?
Die meisten Profile in Communities sind fast so aussagekräftig wie ein Kontaktbogen eines Dating-Portals: Wilde Partybilder, die allen Freunden von Freunden freigegeben sind – die Person feiert gerne. Mitglied in Gruppen wie „Freeclimbing wie die Huaber Buam“ – ein wagemutiger Extremsportler. Oder Interessen wie Wein und Asia Cooking – der Xing-Kontakt ist ein Genussmensch. Nachrichten wie „Kennen wir uns nicht über Max?“ oder „Sie haben aber ein äußerst nettes Profilbild, da wollte ich mal kurz hallo sagen“ sind schneller geschrieben und kosten weniger Überwindung als das Ansprechen in der Offline-Welt. Und der Erfolgsfaktor liegt auch deutlich höher, vorausgesetzt das Profilbild des Nachrichtenschreibers trifft auf Gegenliebe. Auch Funktionen wie „Mitglieder, die mein Profil kürzlich aufgerufen haben“ oder „Aufdichklicker“ sind ein perfekter Anlass, um einfach mal kurz eine Nachricht an den noch fremden Online-Kontakt zu schreiben. Ob aus dem Hin- und Herschicken von Emails und dem Online-Flirt jedoch mehr wird, bleibt jedem selbst überlassen.

Der Beziehungsstatus – (k)ein Liebesbeweis?
Heute muss man nicht mehr 20 Freunde anrufen, um Ihnen mitzuteilen, dass sich im Liebesleben Änderungen ergeben haben. Viel einfacher lässt sich das über den Beziehungsstatus in der eigenen Social Community bekannt geben. Spannender als „in einer Beziehung“ ist jedoch häufiger der Wechsel auf „Single“. Als Post Breakup Facebook-Effekt bezeichnet dies treffend Nick O’Neill.

Geben weibliche Facebook User bekannt, dass sie wieder Single sind, folgen vermehrt Kommentare von männlichen Freunden, die aufmunternde Worte hinterlassen oder gleich Ablenkung anbieten. Doch es gibt auch den umgekehrten Fall: Ändert der vermeintliche Partner seinen Status auf „Single“ und beendet somit online öffentlich die Beziehung, ohne dies zuvor persönlich geklärt zu haben, kann dies zu Kurzschlussreaktionen führen. Unterhaltsam und recht kreativ dargestellt hat dies das amerikanische Dating-Portal Your Tango am Beispiel von Alice und Timmy im Stil der 50er Jahre. Die Moral von der Geschicht: Ändere deinen Facebook-Status nicht – jedenfalls nicht, ohne deinen Partner zuvor zu informieren.

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> Autor

Claudia Hoellwarth

Als Beraterin im Technologie-Team von F&H bin ich für Klienten aus dem B2C-Bereich verantwortlich. Für mich ist Social Media in den letzten Jahren ein wichtiger Teil meines Lebens geworden - sowohl beruflich als auch privat. Die Frage "Was machst du gerade" hat einen völlig anderen Stellenwert bekommen und "Neues aus meinem Netzwerk" gehört zum täglichen Klick dazu. Mit Digital Beat zeigen wir bei F&H, wie sich die große digitale Welt auf eine Plattform holen lässt. Und immer dabei - der Beat, der uns antreibt.