Beat of the Week: Greenpeace-Wettbewerb “Neues Logo für BP”
Auf den Ölkonzern BP rollt eine Klagewelle in ungekanntem Ausmaß zu. Das Nachspiel der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko entwickelt sich zur “größten juristischen Schlacht in der US-Geschichte”, sagte Mark Lanier. Der texanische Anwalt hatte sich zuletzt durch Sammelklagen gegen den Pharmakonzern Merck und gegen Toyota einen Namen gemacht.
Greenpeace hat auf die Ölkatastrophe reagiert und hat einen Wettbewerb ausgerufen – es wird ein neues Logo gesucht. Der Auftrag ist es, ein Logo zu entwerfen, das besser zum dreckigen Geschäft von BP mit dem Öl passt als die bisherige, allen bekannte leuchtend grüne Sonne.
Warum?
Vor ein paar Jahren hat sich BP als ‘beyond petroleum’ neu gebrandet. Und dennoch will der Ölkonzern Billionen von Pfund in den kanadischen Teersand investieren – angeblich das schmutzigste Öl das es überhaupt gibt. Dies würde die kanadische Wildnis, die Eingeborenen, und das Klima bedrohen.
Greenpeace hat den Flaggenwechsel bereits im BP-Hauptquartier in London eingeleitet und in einer Protestaktion die Firmenflagge unter dem Slogan British Polluters durch eine ölverschmierte ersetzt. Nun sind die Kreativen an der Reihe:
Das Gewinnerlogo wird in die innovative, spannende und internationale Kampagne von Greenpeace gegen den Ölkonzern integriert. Greenpeace sucht die besten Ideen und Konzepte, nicht unbedingt das professionellste Logo. Der erste Gewinner bekommt einen Tag mit einem professionellen Grafik-Designer zur Umsetzung der Gewinneridee in ein finales Produkt.
Außerdem wird einmal pro Woche ein Logo gewählt – zu gewinnen gibt es eine heißbegehrte Greenpeace-Wundertüte.
Die neuesten Einreichungen könnt Ihr unter flickr bestaunen …
Weiteres zum Thema „Krise im Social Web“ kann man im Artikel „Nestlé, Jack Wolfskin& Co.- wie reagiere ich auf negatives Feedback im Social Web“ erfahren.
Seit die Bohrinsel des britischen Ölkonzern im Golf von Mexiko explodierte, verlor BP an der Börse rund 74 Milliarden Dollar an Wert etwa so viel, wie die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen zusammengerechnet pro Jahr erwirtschaften. Ich hoffe die Konzernführung denkt mal darüber nach, was eine gescheite Technik im Gegensatz dazu gekostet hätte und lernt für die Zukunft. Auch die anderen sollen mal darüber nachdenken und endlich handeln.