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> Digital Media Insights 22.04.2010

Beat of the Week: Im Schatten des #Ashtags

Vulkane spucken Asche. Und das manchmal ganz schön hoch in den Himmel. Im Zeitalter von Social Media erreicht die vulkanische Aschewolke aber auch das Social Web und bekommt auch gleich einen adäquaten Namen: Ashtag. Auf diesen kreativen Namen, der eine Kombination aus dem englischen Wort für Asche (ash) und Hashtag (sozusagen eine virtuelle Karteikarte) darstellt, kam eine britische Journalistin Ende letzter Woche. Seither hat sich der Begriff im Netz verbreitet und wurde zum 2.0-Synonym für die Aschewolke.

Dass es ein isländischer Vulkan mit einem fast unaussprechlichen Namen schafft, zu einem Leitthema in den Medien rund um den Globus zu werden, hätte bis vor Kurzem keiner gedacht. Von CNN bis zur Lausitzer Rundschau – die Aschewolke bewegte die Gemüter auf beiden Hemisphären. Geschätsreisende saßen fest oder kamen nicht zu geplanten Meetings, Urlauber wurden zu Zwangsferien verdonnert und Durchreisende fanden sich im No-Man’s-Land auf Feldbetten wieder. Das Chaos war groß. Welcher Flughafen ist noch geöffnet, gibt es noch Bus- oder Bahntickets, wie organisiere ich ein Auto? Was ansonsten Reiseexperten zur Organisation überlassen wird, übernahm prompt das Social Web. Allen voran Twitter und Facebook bewiesen einmal mehr, dass sie als flexible Netzwerke in der Krise gut funktionieren.

Die Zeit Online fasste ein paar gute Beispiele vorgestern zusammen. So finden sich zahllose Tweets zur Aschewolke und alternativen Reisemöglichkeiten (#ashtag) auf Twitter und auch auf Facebook bildeten sich spontane Gruppen wie Carpooleurope, eine Art Mitfahrzentrale für Vulkangestrandete in Europa.

Das Social Web kann eben mehr als nur Entertainer und virtuelles Urlaubsfotoalbum sein – manchmal kann es im richtigen Moment eine echte Hilfe sein.

Ein Kommentar
  1. [...] die Idee die beiden Wörter ‘Ash’ und ‘Hastag’ zu #ashtag zu kombinieren (via). Dieser Hashtag verbreitete sich wie ein Lauffeuer und wurde zu DEM Schlüsselwort für alle [...]

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> Autor

Igor Josifovic

Seit drei Jahren verbinde ich bei F&H die spannenden Themen Technologie und Lifestyle. Zwei ursprünglich völlig fremde Bereiche sind zusammengewachsen und prägen unter dem Schlagwort „Digital Lifestyle“ unser tägliches Leben. Dazu gehören heute aber auch zahlreiche Social Media Inhalte: Der Lebenslauf ist längst digital auf Xing zu finden, die Persönlichkeit erhält eine digitale Identität auf Facebook und das Neueste ist schnell getwittert. Diesen „digitalen Beat“ nehme ich auch in die Arbeit mit – mit F&H Digital Beat haben wir jetzt die ideale Plattform dafür geschaffen.