Beat of the Week: Social Media – die neue beste Freundin
Eine Untersuchung von Porter Novelli und eine noch nicht veröffentlichte Studie des US-Marktforschungsunternehmens ComScore haben mit dem Irrglauben aufgeräumt, dass bei der Nutzung sozialer Netzwerke vor allem Männer dominieren. Tatsächlich ist es genau umgekehrt: Still und heimlich haben die Frauen die Macht übernommen und bestimmen mit einem weltweiten Anteil von 57% den Content auf Facebook, Twitter & Co.
Social Media ist persönlich, zuverlässig und emotional. Vor allem befriedigt es weibliche Bedürfnisse nach Kommunikation und Information schnell und zuverlässig. Seit der Popularität von Facebook mit inzwischen über 10 Millionen Nutzern verlagern sich auch in Deutschland Unterhaltungen immer weiter auf die Plattform: Interessantes wird den Freunden in einer Nachricht mitgeteilt, emotionale Befindlichkeiten im News Feed gepostet und Neuigkeiten von Freunden sofort kommentiert. Das Netzwerk erlaubt dabei nicht nur den engen Kontakt zu Freunden, sondern auch die unverbindliche Plauderei mit entfernten Bekannten. Der perfekte Kommunikationskanal.
Während in den Statusmeldungen von Frauen überwiegend Gefühle und Emotionen stecken, halten es die Männer eher neutral und informativ. Sie möchten ihre Ideen der Öffentlichkeit mitteilen und kommunizieren „lauter“ und konstruktiver als ihre weiblichen Mitstreiter. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Frauen zwar in Sachen Nutzerzahlen vorne liegen, die Medieninhalte aber von den Männern dominiert werden. Die deutschen Herren haben die Situation erkannt und holen auch in den Nutzerzahlen langsam auf. Im April 2010 lagen sie nur noch knapp 100.000 User hinter den Frauen. Es bleibt also spannend.