Beat of the Week: Socialtrance

Es sollte die größte Welthypnoseaktion auf Facebook und Twitter und gar ein Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde werden, doch rechtliche Bestimmungen machten dem Briten Chris Hughes am Montagabend einen Strich durch die Rechnung.
Montagabend, 4. Januar, 21.30 Uhr: Die ersten 10 Minuten konnten die User nur sphärische Klänge auf der Socialtrance Website hören. Die Tweets poppten im Sekundentakt hoch, die Social Media Gemeinde wartete darauf, sich hypnotisieren zu lassen. Dann endlich die leicht blechernde Stimme von Chris Hughes. Nach einem längeren Monolog darüber, dass sich jeder hypnotisieren lassen kann, keiner in der Hypnose gefangen bleibt und welch ein tolles Erlebnis Hypnose sein soll kam die Ernüchterung: Der Weltrekordversuch wurde nicht anerkannt, da nicht nachgemessen werden konnte, ob tatsächlich zig Tausende vor ihren Rechnern saßen und mitmachten. Doch damit nicht genug: Aufgrund rechtlicher Bestimmung könne er nun auch keine Live Online Hypnose durchführen – aber jeder könnte sich im Anschluss die mp3 Datei auf der Socialtrance Website downloaden. Die Tweets überhäuften sich, ein verärgerte User forderte sogar seine verschwendete Lebenszeit zurück. Andere nahmen es mit Humor und dokumentieren ihren Selbsthypnose-Versuch kreativ mit einem Augenzwinkern.
Pech, PR-Gag oder einfach Social Media Buzz? Wer weiß? Das Interesse der Social Media Gemeinde wurde zumindest geweckt: Der Hypnotiseur und Mentalist konnte knapp 13.000 Facebook-Fans und über 55.000 Follower sammeln, 6.300 hypnosewillige User registrierten sich vorab online für das Spektakel.