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> Digital Media Insights 21.05.2010

Beat of the Week: Walk of fame 2.0

Wer braucht heutzutage noch Castingshows wie DSDS oder x-Factor, wenn doch das Internet die wahren Stars von morgen kürt? Der walk of fame 2.0 ist momentan mal wieder begehrter als je zuvor und wir widmen unseren Beat of the Week einem kleinen Jungen, der mit der Klavier-Version von Lady Gagas Hit „Paparazzi“ die Internetgemeinde begeistert, und einer frustrierten Sohn, der bei Twitter mit „shit my dad says“ über eine Millionen Follower täglich amüsiert.

19 Millionen Klicks in drei Wochen – das muss jemand dem 12-jährige Greyson Michael Change aus Edmonton in Oklahoma erstmal nachmachen. Bei einem Schulfest der Chayenne Middle School überraschte er seine Mitschüler mit einer gefühlvollen Neu-Interpretation des Hits „Paparazzi“. Den selbstgefilmten Auftritt stellte er anschließend auf YouTube und die virale Welle nahm ihren Lauf. Und die klassischen Medien sprangen auf: die US-Talk Masterin Ellen DeGeneres lud Change in ihre Talkshow ein und hatte eine Überraschung für ihn: keine weniger als Lady Gaga höchstpersönlich gratulierte dem Schüler zu seinem Erfolg. Und gab ihm auch noch einen Tipp mit auf den Weg: „Halte dich von den Mädchen fern und konzentrier dich“. Naja, das konzentrieren dürfte Greyson in nächster Zeit schwer fallen, hat er doch erst seit wenigen Tagen einen Plattenvertrag von Interscope Records in der Tasche. Damit folgt er dem Beispiel von Justin Bieber: der vier Jahre ältere Kanadier wurde ebenfalls durch sein YouTube Video entdeckt und stürmte mit seinem zweiten Album Platz 1 der amerikanischen Charts.

Als alles andere als wie ein Star muss sich Justin Halpern vor einem Jahr noch gefühlt haben. Seine Freundin schmiss ihn aus der gemeinsamen Wohnung und ihm blieb nichts anderes übrig, als wieder bei seinem Vater einzuziehen. Das scheinte dem damals 73-jährigen nicht so ganz zu passen und das ließ und lässt er Justin noch heute spüren. Die alltäglichen kleinen Gemeinheiten und Belanglosigkeiten, die ihm sein Vater mit Vorliebe in der Küche bei einer Schüssel Grape Nuts an den Kopf wirft, twittert der heute 29-jährige Justin einfach unter dem Motto „Shit my dad says“ – und begeistert damit über eine Millionen Follower. Auch hier wurden die klassischen Medien aufmerksam und seit Anfang Mai kann man die gesammelten Werke von Vater Halpern auch in kompakter Buchform kaufen. Und eins ist sicher: die Vater-Sohn 2.0 Beziehung dürfte auch in der Offline-Welt die Massen begeistern.

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> Autor

Claudia Hoellwarth

Als Beraterin im Technologie-Team von F&H bin ich für Klienten aus dem B2C-Bereich verantwortlich. Für mich ist Social Media in den letzten Jahren ein wichtiger Teil meines Lebens geworden - sowohl beruflich als auch privat. Die Frage "Was machst du gerade" hat einen völlig anderen Stellenwert bekommen und "Neues aus meinem Netzwerk" gehört zum täglichen Klick dazu. Mit Digital Beat zeigen wir bei F&H, wie sich die große digitale Welt auf eine Plattform holen lässt. Und immer dabei - der Beat, der uns antreibt.