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> Digital Media Insights 09.04.2010

Beat of the Week: Wer suchet der findet – und rettet die Welt?

ecosiaSuchanfragen im Internet sind Klimakiller! Der Spiegel schrieb: Eine Anfrage bei Google soll so viel Strom verbrauchen, wie eine Energiesparlampe in einer Stunde Betrieb. Da klingt es schon fast zu schön um wahr zu sein, wenn ein Internet-Suchanbieter behauptet: Eine Suchmaschine kann zuverlässig qualitativ hochwertige Ergebnisse liefern und dabei den Regenwald schützen. Genau das verspricht www.ecosia.org.

Pro Suchanfrage werden laut Ecosia rund zwei Quadratmeter Wald geschützt. Gespeist wird die Suche von Yahoo und Bing. Diese Dienste liefern auch die Anzeigen, die neben den Suchergebnissen erscheinen. Pro Klick auf eine Anzeige werden mindestens 80% der Einnahmen an den World Wide Fund For Nature (WWF) und dessen Regenwaldschutzprogramm in Brasilien gespendet. Der Rest wird unter den Partnern aufgeteilt und vermutlich auch in Strom investiert, denn laut www.ecosia.org werden die eingesetzten Server ausschließlich mit Ökostrom betrieben.

Unter dem Strich also ein lobenswertes Projekt, das von Christian Kroll ins Leben gerufen wurde. Er selbst ist nicht unerfahren, was Öko-Suchmaschinen betrifft. Kroll entwickelte bereits Forestle und Znout. Forestle schützt ebenfalls den Regenwald, Znout sucht CO2-neutral. Zitat: „Der gesamte CO2-Ausstoß, welcher durch Ihre Suche bei Znout verursacht wird, wird von uns durch den Kauf von Zertifikaten für erneuerbare Energien ausgeglichen.“

Der Marktanteil von Ecosia soll momentan etwa bei 0,1% liegen. Ziel ist es, einen Anteil von rund einem Prozent zu erreichen. Mit den Einnahmen ließe sich dann pro Jahr eine Regenwaldfläche in der Größe der Schweiz schützen.

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