2015 22.12
10:20

Millennials in den Social Media

Millennials – also grob zwischen 1980 und 2000 geborene Menschen – sind eine der begehrtesten Zielgruppen für Unternehmen und Marken. Vor allem die Angehörigen der ersten Dekade verfügen neben den „klassischen“ Merkmalen der Digital Natives über eine entscheidende weitere Eigenschaft: Sie verdienen inzwischen alle ganz gut und geben ihr Geld bereitwilliger aus als vorangegangene Altersgruppen. Ab 2017 werden die Millennials die Generation mit der größten Kaufkraft sein. Die große Frage ist also, wie man diese Zielgruppe – die treffend auch „Generation Y“ (englisch: „why“) genannt wird, da sie dazu erzogen wurde, Dinge nicht hinzunehmen, sondern kritisch zu hinterfragen – erreicht. Social Media sind dafür eine gute Adresse, denn die überwiegende Mehrheit der Millennials nutzt mehr als eine Plattform mehr oder weniger häufig. Beispiel Facebook: 89 Prozent verfügen über einen Facebook-Account, 73 Prozent davon nutzen die Plattform öfter als einmal pro Woche. Aber natürlich gibt es innerhalb der doch rund 20 Jahre umspannenden Altersgruppe deutlich Unterschiede in der Nutzung der sozialen Medien.

 

Wo findet man die Millennials im Netz?

70 Prozent der Instagrammer sind jünger als 35 Jahre – hier findet man zum Beispiel also überwiegend Millennials. Die Plattform hat das bei weitem jüngste Publikum der großen sozialen Medien. 60 Prozent der Nutzer loggen sich täglich ein, was Instagram das zweithöchste Engagement (nach Facebook) beschert. Zudem scheinen Instagrammer deutlich bereitwilliger mit Marken zu interagieren als die User anderer Netzwerke. Etwas mehr als die Hälfte folgt den Lieblingsmarken auf Instagram. Facebook kommt hier nur auf „magere“ 40 Prozent. In Deutschland sind 53 Prozent der Instagram-Nutzer weiblich, und sogar 75 Prozent der Nutzer sind jünger als 30.

 

Snapchat dagegen ist eher ein Ding für den männlichen Teil der Weltbevölkerung, insgesamt ist das Publikum aber ähnlich jung wie auf Instagram. Millennials über 25 trifft man dort eher selten an.

 

Bei Twitter ist das Publikum insgesamt deutlich älter, verfügt über den höchsten Bildungsgrad und das höchste Haushaltseinkommen. Allerdings ist das Engagement auf Twitter am geringsten: 19 Prozent der Millennials nutzen ihren Twitter-Account selten bis nie.

 

King of the castle ist aber auch bei den Millennials – wie sollte es anders sein – Facebook. Es gibt kaum Millennials, die keinen Account besitzen, auch das Engagement ist das höchste aller Plattformen. Die jüngeren finden Facebook aber inzwischen uncool (zu viele Eltern mit Account …), und fast alle Millennials sehen den Datenschutz auf Facebook kritisch. Die jüngeren tendieren daher dazu, auf einen Mix aus verschiedenen sozialen Medien zurückzugreifen, um sich zu informieren. Millennials um die 20 nutzen im Schnitt vier Plattformen regelmäßig mehrmals die Woche.

 

Welcher Content kommt bei den Millennials an?

Was das Teilen und Liken von Content angeht, unterscheiden sich die Millennials in einem Punkt nicht von anderen Generationen: Sie verfolgen dabei immer auch ein persönliches Ziel. Welches das ist, variiert dann wieder mit der Altersstufe. Die Hälfte der jüngeren teilt vor allem Content, mit dem sie witzig oder intelligent wirken. Die große Mehrheit der älteren bevorzugt Content, der eine Geschichte erzählt oder der nützliche Informationen enthält. Millennials in der Mitte der Generation teilen von allem etwas.

 

Insgesamt zählt für die Millennials aber eines: die Authentizität der Quelle. Für 43 Prozent ist sie sogar wichtiger als der Content an sich. Die Generation Y will einem News-Channel, aber auch einem Unternehmen oder einer Marke, erst vertrauen, bevor sie deren Botschaften überhaupt liest.

 

Eine Besonderheit der Generation ist ihre Offenheit für Word of Mouth, also gute, alte Mundpropaganda – nur eben online. Gefällt ein Post, Tweet oder Pin schon besonders vielen Personen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er auch Millennials gefällt und sie damit interagieren, sehr hoch.

 

Mehr zum Thema Millennials, Marke, Kaufverhalten und Werbung lest Ihr im zweiten Teil des Artikels.

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