2015 04.02
14:44

Neue Facebook Nutzungsbedingungen – wie schlimm ist es wirklich?

Am letzten Freitag, den 30. Januar 2015, wurden die Nutzungsbedingungen von Facebook erneut verschärft. Aufgrund heftiger Kritik von deutschen Politikern, die persönliche Daten schützen wollen, traten die überarbeiteten Nutzungsbedingungen statt am 1. am 30. Januar in Kraft. Laut Facebook wollte man den Nutzern so die Gelegenheit geben, sich genau mit den Änderungen zu befassen. Kaum jemand wird sich jedoch die Mühe machen und sich detailliert mit den neuen Nutzungsbedingungen befassen. 

 

Da man den neuen Nutzungsbedingungen jedoch per Einloggen bzw. Neuanmeldung automatisch zustimmt, hier die wichtigsten Änderungen in vier Stichpunkten zusammengefasst: 

 

Wo bist du gerade? Anhand von individuellen Standortdaten kann Facebook bald standortbasierte Werbeanzeigen schalten. So erhält der User beispielsweise aktuelle Informationen über Restaurants, Veranstaltungen oder Neuigkeiten von Freunden aus der Umgebung. 

 

Wem das zu weit geht, der sollte seine GPS-Verbindung auf dem Smartphone nicht dauerhaft aktiviert haben, sondern nur dann, wenn die Verbindung gebraucht wird.  Oder man untersagt der Facebook-App auf seinem Smartphone den Zugang zum GPS-Modul.

 

Online-Shopping: Eine weitere neue Funktion ist der sogenannte „Kaufen“-Button, über den Facebook Nutzer in Zukunft direkt über das Facebook Konto online shoppen können. Die Vorteile für Facebook und Unternehmen liegen auf der Hand: Facebook kann so zusätzlich Einkaufsgewohnheiten und Zahlungsdaten der Nutzer sammeln. 

 

Wem das zu weit geht, der sollte seine Online-Einkäufe nicht über seinen Facebook-Account abwickeln. 

 

Mehr als „Gefällt-mir“: Während bisher vor allem „Gefällt-mir“- Angaben als Grundlage für Werbeanzeigen genutzt wurden, zählen in Zukunft auch besuchte Internetseiten und Apps in die Auswertung für Facebook mit ein. 

 

Wem das zu weit geht, der kann in seinen Browsereinstellungen festlegen, dass alle Cookies nach jeder Sitzung gelöscht werden. Das macht das Sammeln der persönlichen Daten für Facebook natürlich nicht unmöglich, aber etwas komplizierter. 

 

Ich sehe was, was du nicht siehst: Die Privatsphäre-Einstellungen sollen in Zukunft etwas transparenter dargestellt werden. Facebook Nutzer können über ein paar Klicks bestimmen, welche Inhalte von wem gesehen werden können. Das verhindert allerdings nicht, dass Facebook nicht im Hintergrund dennoch alle Inhalte sehen und speichern könnte. 

 

Wem das zu weit geht, der muss sich immer ganz genau überlegen, welche Inhalte er auf Facebook postet. 

 

Fazit:

Für die einen ist Facebook ein nicht ersetzbarer Kommunikationskanal, für die anderen bietet das Netzwerk praktische Dienstleistungen wie Nachrichten in Echtzeit oder Geburtstagserinnerungen an. Bezahlt wird dieser Service mit persönlichen Daten. Jeder Facebook Nutzer sollte sich ganz genau überlegen, welche Daten er preisgibt und sich darüber bewusst sein, was Facebook mit den Urlaubsbildern aus Italien und den Informationen über die gescheiterte Beziehung theoretisch und praktisch alles machen darf. 

 

Wem das zu weit geht, der muss konsequent sein und sich abmelden. Realitätsnäher und im elektronischen Zeitalter praxistauglicher ist aber sicherlich, sich allgemein über Datennutzung und den elektronischen Fußabdruck bewusst zu sein und verantwortungsvoll damit umzugehen. 

 

Quellen und weitere Informationen unter: 

 

SPIEGEL ONLINE: www.spiegel.de/netzwelt/web/facebook-agb-was-sich-jetzt-beim-netzwerk-aendert-a-1015660.html

T3n Magazin: t3n.de/news/neue-facebook-agb-2015-590909/

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