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> Digital Media Insights 22.01.2010

Beat of the Week: Coca-Cola “Happiness Machine” – Viral oder nicht viral?

„Überfüllte Lehrsäle, volle Mensen, Studiengebühren und Prüfungsstress sind Faktoren, die jeder Student oder Hochschulabsolvent bestens kennt. Nur selten finden sich in dieser hektischen Campus-Welt Lichtblicke, die den Studenten ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.“ So oder so ähnlich war wohl der Brainstorming-Ansatz der Marketingabteilung des Softdrinkherstellers aus Atlanta zum Spot: Coca-Cola “Happiness Machine”.

Im veröffentlichten Viral zeigt die Millionenmarke, wie man Studenten mit Hilfe eines Getränkeautomaten nicht nur Freude bereitet, sondern sie förmlich zum Quicken bringt. Anstatt der gewohnten einzelnen Getränkeflasche werden nach dem „Einarmigen-Banditen-Prinzip“ alle Flaschen, eine coole Sonnenbrille, Blumen, eine Pizza oder zum Beispiel auch eine menschliche Hand, die sich für den Einkauf bedankt, offeriert.

Ob es sich hierbei jedoch um virales Marketing handelt, darf diskutiert werden. Für die eine Hälfte der Betrachter haben solche Aufnahmen die Prämisse zu erfüllen, „innovativ, polarisierend, einzigartig, Grenzen hinausschiebend, Traditionen verunordnend, etc.“zu sein. Der andere Teil der Betrachter hält sich hierbei eher an Beschreibungen à la Wikipedia: „Virales Marketing ist eine Marketingform, die soziale Netzwerke und Medien nutzt, um mit einer meist ungewöhnlichen oder hintergründigen Nachricht auf eine Marke, ein Produkt oder eine Kampagne aufmerksam zu machen.“ Doch wer liegt mit seiner Behauptung nun richtig, oder näher an der Wahrheit?

Wie so oft liegt die Wahrheit auch hier irgendwo in der Mitte. Natürlich ist und bleibt die Definition, wie im Online-Lexikon, als Richtlinie zu betrachten, aber auch die Emotionalisierung sollte vor allem im Bereich des Social Webs nicht zu kurz kommen. Der einzig wahre Wert über den sich solche Virals meist definieren lassen, ist wie so oft der Erfolg: wird der Post verlinkt, weitergeleitet, empfohlen, eingebettet oder über ihn diskutiert? Das sind doch die Schlagwörter und Argumente, über welche am Ende des Tages gesprochen wird. Und das ist doch auch der Anspruch, den man im und ans Social Web richtet. Durch diese (Marketing-) Brille betrachtet darf der Spot als Erfolg gewertet werden, und das nicht nur auf Grund der fast 861.000 Aufrufe oder 3.800 Bewertungen.

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> Autor

Ferdinand von Reinhardstoettner

Seit 2009 bin ich Teil von F&H Public Relations und verbinde dort die Bereiche der klassischen Pressearbeit und Social Media, wobei ich meine Web-Affinität ausleben darf. F&H Digital Beat sehe ich als ideale Chance, meine privaten Interessen mit beruflichen Herausforderungen zu kombinieren und neue, kreative Kommunikationsansätze zu gestalten. Der digitale Beat weist mir dabei den Weg.