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> Digital Media Insights 12.01.2010

Influencer erzählen: Social Media Trend Predictions 2010

Wer sich mit Trends beschäftigt, stolpert früher oder später über Trendspotting. Ein internationales Trendteam durchleuchtet die unterschiedlichsten Branchen-Trends. Zum Jahresanfang präsentiert Trendspotting in ihrem Blog die “Social Media Trend Predictions 2010″ in Twitter-Manier: 140 Zeichen pro Meldung von 36 Social Media-Experten geben Einblicke in die kommenden Trends 2010.

Laut Trendspotting hat sich nicht viel verändert im Vergleich zum Jahr 2009. Sechs Haupttrends wurden identifiziert, die 2010 das Social Web beschäftigen werden: Mobile, Location, Transparency, Measurement, ROI, Privacy. Wir haben uns einige Aussagen angesehen und spannende und bekannte Insights hier nochmals zusammengefasst.

Ein Schlagwort, welches von vielen Experten gerne verwendet wird, ist “Augmented Reality”. Was genau versteht man darunter? Wikipedia definiert den Begriff folgendermaßen:

“Unter Erweiterter Realität (von engl. Augmented Reality) versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Diese Information kann alle menschlichen Sinnesmodalitäten ansprechen, häufig wird jedoch unter erweiterter Realität nur die visuelle Darstellung von Informationen verstanden.”

Damit lassen sich viele vor allem neue Social Media Services unter dem Schlagwort “Augmented Reality” subsumieren. Pete Cashmore, der Gründer von Mashable, sieht den Nutzwert von Augmented Reality Services noch nicht bestätigt. Viele dieser Inhalte haben den “Cool Faktor”, jedoch ist der Nutzen meist noch fraglich. Eine Expertin von Ustrategy wiederum sieht hier reale, coole und sehr bizarre Formen der online-offline Integration auf uns zukommen.

Ein weiteres interessantes Phänomen stellen private soziale Netzwerke dar, die unter dem Schlagwort “velvet rope social networks” umschrieben werden. Eine Kultur der Exklusivität konterkariert hier die grenzenlose Anhäufung von Freunden auf Facebook und ähnlichen Plattformen. Beispielsweise stellt Beautiful Partypeople eine derartige Community dar. Hier muss man sich gar bewerben, um aufgenommen zu werden.

Viele Experten sprechen zudem von standortbasierten Services als dem “next big thing”. Immer wieder fällt hier der Name Foursquare. So nutzen bereits jetzt viele hippe US-Unternehmen den Service, um Foursquare Promotions anzubieten. Dies soll sich zu einem internationalen Boom 2010 entwickeln. In Deutschland kommt Foursquare erst langsam ins Rollen.

Online Communities sollen 2010 auch endlich den Kinderschuhen entwachsen. So erwarten zahlreiche Experten eine professionellere Nutzung von Online Communities für Unternehmenszwecke. Marken werden es besser verstehen, zugeschnittenen “Micro Content” für Communities anzubieten, diese aufzufordern, die Marke zu interpretieren und damit wieder eigenen, user-generated Content zu liefern. Und all das soll 2010 verstärkt unter größeren Vorzeichen stehen. Es ist nicht mehr die Marke allein – man spricht nun von einem bestimmten Lifestyle, einem größeren Zweck oder gar einer Leidenschaft, die transportiert und gelebt wird.

Schlußendlich sprechen die Experten auch die Rückbesinnung auf die Realität an: Augmented Reality und viele mobile Social Media Services dienen demzufolge verstärkt als Plattformen zur Ausgestaltung und Optimierung des realen Lebens. Man schafft sich damit nicht nur eine parallele, virtuelle Identität. Vielmehr passen wir unser tägliches Leben den neuen technischen Möglichkeiten an und profitieren von diesen. Na wenn das keine Neuigkeit ist!

(Foto: Copyright Shutterstock)

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> Autor

Igor Josifovic

Seit drei Jahren verbinde ich bei F&H die spannenden Themen Technologie und Lifestyle. Zwei ursprünglich völlig fremde Bereiche sind zusammengewachsen und prägen unter dem Schlagwort „Digital Lifestyle“ unser tägliches Leben. Dazu gehören heute aber auch zahlreiche Social Media Inhalte: Der Lebenslauf ist längst digital auf Xing zu finden, die Persönlichkeit erhält eine digitale Identität auf Facebook und das Neueste ist schnell getwittert. Diesen „digitalen Beat“ nehme ich auch in die Arbeit mit – mit F&H Digital Beat haben wir jetzt die ideale Plattform dafür geschaffen.