Social Media im Unternehmen – Teil 4: Web 2.0 vs. Klassik
Mit dem vierten Blogpost zum Thema „Social Media im Unternehmen“ wollen wir unsere Serie bezüglich des Einsatzes von Web 2.0-Tools in der internen Kommunikation abschließen. Nicht aber ohne zuvor eine Brücke zu den klassischen Werkzeugen und Methoden in der Unternehmenskommunikation zu schlagen. Wie bereits in unserem ersten Beitrag angesprochen, handelt es sich bei Social Media um zusätzliche Werkzeuge der Kommunikation: Das Social Web ersetzt nicht die klassische (interne) Kommunikation, sondern zeigt als zusätzliches Informations- und Dialog-Tool neue Möglichkeiten, Wege und Kanäle auf. Um eine zielgerichtete, professionelle und breite Ansprache bei allen Stakeholdern zu generieren, ist ein Zusammenspiel aus neuen und klassischen Kommunikationswegen unumgänglich. Welche „offline“ Methoden gibt es denn und wie sieht ein Zusammenspiel im Netz aus?
Klassische Kommunikations-Maßnahmen
Die Mitarbeiterkommunikation in der klassischen Unternehmenskommunikation lässt sich in zwei Bereiche aufteilen: in aktive und passive Maßnahmen. Hier unterscheidet man zwischen direkter und indirekter Ansprache der Kollegen, Angestellten und Vorgesetzten.
Aktive Maßnahmen:
- Mitarbeitergespräche: Hier wird das direkte Gespräch mit einem Mitarbeiter, Kollegen oder auch Vorgesetzten gesucht.
- Versammlungen: Im Zuge einer Versammlung wird der gesamte Konzern oder auch bestimmte Business Units angesprochen und zu etwaigen Neuausrichtungen, zukünftigen Vorgehensweisen oder betrieblichen Ereignissen unterrichtet (z. B. Betriebsversammlung).
- PR-Meetings/ Wochen-Meetings/ Team-Meetings: Kontinuierlich stattfindende Besprechungen dienen dazu, aktuelle Themen zu erläutern oder zu besprechen.
- Socialising: Ausflüge, Veranstaltungen und Unternehmensfeiern tragen nicht nur zur Verbesserung des Arbeitsklimas bei, sondern erhöhen auch den Austausch zwischenKollegen.
Passive Maßnahmen:
- Mitarbeiter-Zeitungen/-Magazine, Informationsbriefe, Newsletter, Rundschreiben: Aktuelle Ereignisse und Informationen werden im Sinne von Flugblättern an die Mitarbeiter weitergegeben.
- Blackbox: Anregungen, Kritiken oder Lob werden durch anonyme Mitteilungen an die Geschäftsführung gerichtet.
- Schwarzes Brett: Aktuelle Informationen werden an einem Aushang allen Angestellten zugänglich gemacht.
- Mitarbeiter-Umfragen: Durch schriftliche Umfragen werden Stimmungen, bestimmte Arbeitsbereiche oder aktuelle Gegebenheiten hinterfragt.
Die aufgeführten Beispiele lassen sich hervorragend durch die vorgestellten Social Media-Werkzeuge – Weblogs, Intranet, Microblogs, oder Wikis – aufgreifen und unterstützen. Auf diese Art und Weise entsteht im Unternehmen eine Art crossmediale Kommunikation, welche wiederum im Wechselspiel betrieben werden kann. So können die Ergebnisse einer Mitarbeiterumfrage sowohl in der Mitarbeiter-Zeitung als auch im Corporate Blog aufgegriffen und mit Zusatzinformationen untermauert werden.
Gesamt-Resümee der Serie
Interne Kommunikation findet immer stärker den Weg ins Netz und zeigt, dass immer mehr Unternehmen den Benefit, den das Social Web bietet, erkennen. Es muss aber an dieser Stelle noch mal klar festgehaltenwerden, dass kein Konzern verpflichtet ist, sich im Internet zu platzieren und aktiv zu werden, sondern es sich hier „lediglich“ um weitere umfangreiche Kommunikationsplattformen und –werkzeuge handelt. Gleichermaßen darf aber auch nicht der Aspekt aus den Augen gelassen werden, dass über Unternehmen auch im Netz gesprochen und diskutiert wird, wenn diese dort nicht präsent sind. Der mögliche Dialog-Gedanke zu den Stakeholdern bleibt hier komplett auf der Strecke. Denn eins muss abschließend jedem klar sein: Unternehmen können sich dem Dialog im World Wide Web nicht verschließen, auch wenn Sie dort nicht aktiv sind!